Website mieten oder kaufen: Was rechnet sich für kleine Betriebe?
Von Norman · veröffentlicht am
Was ist der Unterschied zwischen einer gemieteten und einer gekauften Website?
Bei einer gekauften Website bezahlt der Betrieb einmalig für die Erstellung und erhält die Seite, um Hosting, Updates und Änderungen kümmert er sich selbst oder per Wartungsvertrag. Bei einer gemieteten Website bleibt die Seite beim Anbieter, der sie betreibt und aktuell hält. Der Betrieb zahlt laufend und nutzt die Seite, solange der Vertrag läuft.
- Gekauft: hohe Kosten zu Beginn, danach Hosting und Änderungen nach Aufwand. Die Seite bleibt, auch wenn der Webdesigner nicht mehr erreichbar ist.
- Gemietet: geringe Kosten zu Beginn, fester Monatspreis. Bei Kündigung geht die Seite offline, Inhalte und Domain bleiben beim Betrieb.
Was kostet eine Mietwebsite im Vergleich zum Kauf nach drei Jahren?
Nach drei Jahren hat eine orbisite-Website mit Terminbuchung 3.763 € netto gekostet, der kleinste IONOS Design Service 1.819 € inklusive Mehrwertsteuer. Eine gekaufte Agentur-Website beginnt laut IHK bei 2.000 € einmalig, dazu kommen Hosting und jede bezahlte Änderung. Welche Variante günstiger ist, entscheidet vor allem, wie oft sich die Seite ändert.
| Weg | Zu Beginn | Nach 12 Monaten | Nach 36 Monaten |
|---|---|---|---|
| orbisite, gemietet | 199 € netto | 1.387 € netto | 3.763 € netto |
| IONOS Design Service S | 199 € inkl. MwSt. | 739 € inkl. MwSt. | 1.819 € inkl. MwSt. |
| Agentur, gekauft (IHK-Richtwert) | ab 2.000 € | ab 2.000 € plus Hosting und Änderungen | ab 2.000 € plus Hosting und Änderungen |
Die Tabelle zeigt, dass Mieten über drei Jahre nicht automatisch billiger ist als Kaufen. Der Unterschied liegt in dem, was die Agentur-Zeile nicht enthält: Hosting, Sicherheitsupdates und jede Änderung nach dem Start. Bei einem durchschnittlichen Freelancer-Stundensatz von 103 € (Freelancer-Kompass 2026) machen zehn Änderungsstunden im Jahr einen großen Teil des Abstands aus.
Wann ist es sinnvoll, eine Website zu mieten?
Eine Website zu mieten ist sinnvoll, wenn der Betrieb keine große Summe vorstrecken will, die Seite sich regelmäßig ändert und niemand im Betrieb sich um Technik kümmern soll. Typisch sind Salons, Studios und Werkstätten, deren Preise, Leistungen und Öffnungszeiten sich mehrmals im Jahr ändern und die online Termine annehmen wollen.
Weniger sinnvoll ist Mieten, wenn die Seite über Jahre unverändert bleibt und der Betrieb sie ohnehin nur als Visitenkarte braucht. Dann ist eine einmal gekaufte Seite oder ein Baukasten die günstigere Wahl.
Worauf muss man bei einem Website-Mietvertrag achten?
Bei einem Website-Mietvertrag sind vier Punkte entscheidend: die Mindestlaufzeit, was bei Kündigung mit Seite und Domain passiert, wie viele Änderungen enthalten sind und ob die Kosten erst mit dem Livegang beginnen. Wer diese Punkte vor der Unterschrift klärt, vermeidet die üblichen Streitfälle bei Mietwebsites, vor allem lange Bindungen und eine Domain, die dem Anbieter gehört.
| Prüfpunkt | Worauf achten | Bei orbisite |
|---|---|---|
| Mindestlaufzeit | kurz halten, Kündigungsfrist danach prüfen | 6 Monate ab Bereitstellung, danach monatlich kündbar |
| Domain | muss auf den Betrieb laufen oder übertragbar sein | die Domain bleibt beim Betrieb |
| Seite nach Kündigung | geht sie offline, oder kann man sie mitnehmen? | nach der Mindestlaufzeit auf Wunsch kostenlos als Dateien zum Mitnehmen, ohne Terminbuchung |
| Änderungen | Anzahl und Kosten schriftlich | Texte, Preise und Bilder selbst, ohne Obergrenze |
| Beginn der Kosten | erst ab Livegang, nicht ab Unterschrift | Monatspreis erst ab Livegang, also ab deiner Freigabe |
Was die einzelnen Wege insgesamt kosten, steht in Was kostet eine Website für einen kleinen Betrieb. Die Bedingungen von orbisite stehen vollständig auf der Startseite und in den AGB.
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