Baukasten oder Webdesigner: Was passt zu einem kleinen Betrieb?

Von Norman · veröffentlicht am

Was ist der Unterschied zwischen Baukasten und Webdesigner?

Beim Website-Baukasten baut der Betrieb seine Seite selbst aus Vorlagen zusammen, der Anbieter stellt nur Werkzeug und Hosting. Beim Webdesigner entwirft eine Fachperson die Seite für den Betrieb, schreibt oder ordnet die Texte und setzt sie technisch um. Der Unterschied liegt also nicht im Ergebnis allein, sondern darin, wer die Arbeit macht.

Baukasten, Webdesigner und betreute Website im Vergleich
BaukastenWebdesigner / AgenturEntworfen im Abo
Wer baut die Seite?du selbstder Webdesignerder Anbieter
Kosten zu Beginnkeine oder geringab 1.000 € (Freelancer) bzw. 2.000 € (Agentur) laut IHKEinrichtungsgebühr
Laufende Kosten7 € bis 18 € im MonatHosting und Änderungen meist extrafester Monatspreis
Spätere Änderungenselbstje nach Vertrag, oft nach Stundenje nach Anbieter selbst oder durch den Anbieter
Eigentum an der Seitenein, an die Plattform gebundenmeist jagemietet; bei orbisite nach der Mindestlaufzeit zum Mitnehmen (ohne Buchungsfunktion)
Preise laut Anbieter bzw. IHK Rhein-Neckar, Stand 14.10.2026. Baukastenpreise inkl. MwSt.

Wann reicht ein Website-Baukasten?

Ein Website-Baukasten reicht, wenn der Betrieb eine einfache Visitenkarte im Netz braucht, Zeit für Texte und Fotos hat und keine Online-Terminbuchung benötigt. Dann ist er die günstigste Lösung. Er reicht nicht, wenn die Seite Termine annehmen soll und die günstigsten Tarife das nicht können, oder wenn niemand im Betrieb die Seite pflegen will.

Bei STRATO ist die Online-Terminbuchung im Tarif Basic ausdrücklich „nicht vorhanden", bei IONOS steht sie erst im Tarif Plus (Preise IONOS, Preise STRATO). Wer Termine online annehmen will, landet also im teureren Tarif oder bei einem zusätzlichen Buchungsdienst.

Der zweite Punkt ist Zeit. Ein Baukasten nimmt die Technik ab, nicht die Arbeit: Texte schreiben, Leistungen mit Preisen anlegen, Fotos zuschneiden, Impressum und Datenschutzerklärung einpflegen. Wer das gern macht, spart Geld. Wer es aufschiebt, hat nach einem Jahr eine Seite mit veralteten Preisen.

Wann lohnt sich ein Webdesigner?

Ein Webdesigner lohnt sich, wenn die Website den Betrieb unverwechselbar zeigen soll, mehrere Unterseiten braucht und einmalig ab 2.000 € im Budget sind. Dafür bekommt man ein eigenes Design und Beratung. Spätere Änderungen kosten bei vielen Verträgen Stundensätze, im Schnitt 103 € pro Stunde laut Freelancer-Kompass 2026.

  • Vor Vertragsschluss klären, wer Domain und Hosting bezahlt und auf wessen Namen sie laufen.
  • Schriftlich festhalten, ob der Betrieb Texte und Preise selbst ändern kann oder jede Änderung beauftragen muss.
  • Nach Wartung fragen: wer spielt Sicherheitsupdates ein, und was kostet das im Jahr?

Gibt es etwas zwischen Baukasten und Webdesigner?

Zwischen Baukasten und Webdesigner liegt die entworfene Website im Abo. Der Anbieter entwirft die Seite individuell für den Betrieb, betreibt sie und hält sie aktuell, der Betrieb zahlt eine Einrichtung und einen Monatspreis. Bei orbisite sind das 199 € und 99 € im Monat netto, mit Terminbuchung und eigener Pflege von Texten, Preisen und Bildern.

orbisite ist kein Baukasten: Niemand im Betrieb muss eine Seite zusammenklicken. Der Betrieb füllt ein Formular mit Leistungen, Öffnungszeiten, Texten und Fotos aus und sagt, was ihm gefällt, und orbisite entwirft daraus die Website individuell. Acht Stilrichtungen dienen als Beispiele, auf Wunsch entsteht ein komplett eigenes Design ohne Aufpreis. Vor dem Livegang sieht der Betrieb den Entwurf und gibt ihn frei.

Der Unterschied zum Webdesigner: Die Seite ist gemietet. Bei orbisite bekommst du sie nach der Mindestlaufzeit bei Kündigung auf Wunsch kostenlos als Dateien mit; Terminbuchung und Redaktionswerkzeug laufen aber nur auf der Plattform. Inhalte und Domain bleiben beim Betrieb. Wie sich das über mehrere Jahre rechnet, steht in Website mieten oder kaufen. Was die Wege insgesamt kosten, zeigt Was kostet eine Website für einen kleinen Betrieb.

Woran erkennt man, welcher Weg für den eigenen Betrieb passt?

Welcher Weg passt, zeigen drei Fragen: Wer im Betrieb hat Zeit, die Seite zu bauen und zu pflegen? Soll die Seite Termine annehmen? Und soll die Website dem Betrieb gehören oder reicht es, sie zu nutzen? Wer mit „niemand", „ja" und „nutzen" antwortet, ist mit einer betreuten Seite im Abo am besten bedient.

Für Betriebe, die von Terminen leben, ist die Buchung meist der entscheidende Punkt. Was eine Online-Terminbuchung auf der eigenen Website bringt und was sie bei Plattformen kostet, steht im nächsten Ratgeber. Wie orbisite eine Website mit Terminbuchung für deinen Betrieb entwirft, zeigt die Startseite.

Kein Baukasten: Wir entwerfen die Seite für dich

Du füllst ein Formular aus, orbisite entwirft daraus deine Website mit Terminbuchung. Du siehst den Entwurf vor dem Livegang und pflegst Texte, Preise und Bilder danach selbst.

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Quellen

  1. IHK Rhein-Neckar: Kostenübersicht für Existenzgründer
  2. freelancermap: Freelancer-Kompass 2026, Einkommen
  3. IONOS: Homepage-Baukasten, Preise und Leistungen
  4. STRATO: Homepage-Baukasten, Preise und Leistungen